Für Anschlüsse im Mittelspannungsnetz mit einer Anlagenleistung ab 500 kW setzt die E.DIS AG Fernwirktechnik ein. Über die Fernwirktechnik werden alle notwendigen Informationen für das Einspeisemanagement (Messwerte P und Q vom Netzanschlusspunkt, Steuerbefehle für die Regelungsstufen) zur Netzleitstelle der E.DIS AG übertragen.

Die Steuerbefehle werden in folgenden Stufen realisiert:

  • keine Reduzierung => entspricht dem Freigabesignal zur Einspeisung der
    Gesamtnennleistung
  • Reduzierung auf mindestens 60 % bezogen auf die Gesamtnennleistung der
    Erzeugungsanlage
  • Reduzierung auf mindestens 30 % bezogen auf die Gesamtnennleistung der
    Erzeugungsanlage
  • Reduzierung auf 0 % bezogen auf die Gesamtnennleistung der
    Erzeugungsanlage

NOT-AUS => Ausschaltung, die zur Netztrennung der Erzeugungsanlage führt

Die Messwerte sind der E.DIS AG als mA-Schnittstelle zur Verfügung zu stellen. Einzelheiten sind den Technischen Anschlussbedingungen der E.DIS AG "Erzeugungsanlagen am MS-Netz - Anforderungen an die Sekundärtechnik-" und den "Ausführungshinweisen zur WN TAB 2020" zu entnehmen.

Die übertragungstechnische Anbindung der Fernwirktechnik bis zur Netzleitstelle erfolgt gleichfalls durch die E.DIS AG.
Dem Anlagenbetreiber obliegt die Weiterleitung der Wirkleistungsbefehle zu der Windparksteuerung bzw. zu den einzelnen Erzeugungseinheiten.
Eine Vergütung nach § 19 EEG ist erst möglich, nachdem die Fernwirktechnik ordnungsgemäß installiert und der Nachweis der Reduzierungsmöglichkeit der Anlagen erbracht wurde.

Nachrüstung von Bestandsanlagen (Pflicht ab 2011):
Sofern noch kein Funkrundsteuerempfänger bzw. keine Fernwirkanlage vorhanden ist, sind die Regelungen für Neuanlagen maßgeblich.