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Technische Mindestanforderungen für Strom und Gas

Es gelten die technischen Anschlussbedingungen der E.DIS AG zum Anschluss an das Stromnetz und Gasnetz bzw. zur Einspeisung von Strom und  Biogas.

Technische Anschlussbedingungen an das Niederspannungsnetz und Niederdrucknetz

Die Netzzugangsdaten sind den TAB_NS Nord 2012, Ausgabe 2016 und dem Beiblatt zur TAB NS Nord 2012, Ausgabe 2016, bzw. den Technischen Hinweisen zur Gasinstallation zu entnehmen.

Hier erhalten Sie Informationen zum Hausanschluss.

Technische Anschlussbedingungen Mittelspannungsnetz

Die technischen Anschlussbedingungen für das Mittelspannungsnetz setzen sich aus den Technische Mindestanforderungen Strom, der Werknorm Technische Anschlussbedingungen; Allgemeine Anforderungen, der BDEW-Druckschrift Technische Anschlussbedingungen für den Anschluss an das Mittelspannungsnetz und den Ergänzungen und Änderungen der E.DIS AG. In diesen Ergänzungen wird auf die spezifischen Besonderheiten der E.DIS AG eingegangen.

Am 1. September 2009 tritt im Netzgebiet der E.DIS AG die "Technische Richtlinie für den Anschluss von Baustromstationen in den Bundesländern Berlin und Brandenburg – Ausgabe August 2009" in Kraft.

Technische Anschlussbedingungen Hochspannungsnetz

Die technischen Anschlussbedingungen für das Hochspannungsnetz setzen sich aus den Technische Mindestanforderungen Strom und der Werknorm "Technische Bedingungen für den Anschluss und den Betrieb von Kundenanlagen an das Hochspannungsnetz (TAB Hochspannung)" zusammen. In diesen Ergänzungen wird auf die spezifischen Besonderheiten der E.DIS AG eingegangen.

 

Anschluss und Betrieb von Speicher und Speichersystemen an das Nieder-, Mittel- und Hochspannungsnetz der E.DIS AG“

1. Anmeldung

Für Speicher und Speichersysteme mit einem Niederspannungsanschluss gilt der hier hinterlegte „Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsnetz“. Ergänzend gilt dazu ein "Datenerfassungsblatt für stationäre und eigensichere Batteriespeichersysteme am Niederspannungsnetz“, welches im FNN-Hinweis mit enthalten ist, dieses muss bei der Antragsstellung für Speicher- und Speichersysteme am NS-Netz vollständig ausgefüllt abgegeben werden.

Bei der Antragsstellung der Anlage mit Mittel- und Hochspannungsanschluss durch den Betreiber muss dieser das Datenerfassungsblatt „Für Speicher- und Speichersysteme“ vollständig ausgefüllt abgeben, außerdem wird die netztechnische Bewertung mit 100% der Wechselrichterleistung bzw. 100% der Generatornennleistung des Speichers durchgeführt.
 

2. Netztechnische und netzbetriebliche Anforderungen an Speicher- und Speichersysteme

Es existieren folgende Betriebsmodi von Speichern:

  • Energiebezug (aus dem öffentlichen Netz bzw. aus der kundeneigenen Erzeugungsanlage): Der Speicher verhält sich aus Netzsicht wie eine Bezugsanlage und ist auch so zu bewerten.
  • Energielieferung (in das öffentliche Netz bzw. in das Netz der Kundenanlage): Der Speicher verhält sich aus Netzsicht wie eine Erzeugungsanlage und ist auch so zu bewerten.
  • Verwendung als Netzersatzanlage: Der Speicher wird nur im Inselnetzbetrieb des eigenen Netzes verwendet. Die maximal zulässige Dauer eines Netzparallelbetriebes beträgt ≤ 100 ms. Geht der Netzparallelbetrieb über 100 ms hinaus, sind die o.g. Anforderungen für Energiebezug bzw. Energielieferung zu erfüllen.

Demzufolge sind für den Netzanschluss und Betrieb von Speicher und Speichersystemen die jeweils geltenden technischen Regelungen bzw. technischen Anschlussbedingungen des Netzbetreibers für Bezugs- und Erzeugungsanlagen vollumfänglich einzuhalten.

Derzeit gelten die allgemein gültigen Richtlinien und Technischen Anschlussbedingungen (TAB) der E.DISAG für den:

Anschluss und Betrieb am NS-Netz:

Hier gilt der oben genannte FNN-Hinweis „Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsnetz“, außerdem gelten die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) der E.DIS AG Werknorm „Technische Anschlussbedingungen, Allgemeine Anforderungen“ und Werknorm „Anschluss und Parallelbetrieb von Erzeugungsanlagen mit dem Niederspannungsnetz“.

Anschluss und Betrieb am MS-Netz:

Einhaltung der Technischen Anschlussbedingungen für den Anschluss an das Mittelspannungsnetz - TAB Mittelspannung 2008 für den Betriebsmodus „Energiebezug“ sowie die BDEW-Richtlinie „Technische Richtlinie Erzeugungsanlagen am Mittelspannungsnetz“ für den Betriebsmodus „Energielieferung“, außerdem gelten die Technischen Anschlussbedingungen der E.DIS AG Werknorm“ „Technische Anschlussbedingungen, Allgemeine Anforderungen“, Werknorm „Anschluss und Parallelbetrieb von Erzeugungsanlagen mit dem Mittelspanungsnetz“, Werknorm „Technische Anschlussbedingungen für den Anschluss an das Mittelspannungsnetz der E.DIS AG“ und Werknorm „Erzeugungsanlagen am MS-Netz-Anforderungen an die Sekundärtechnik“.

Anschluss und Betrieb am HS-Netz:

Einhaltung der VDE-AR-N-4120 für den Betriebsmodus „Energiebezug“ und „Energielieferung“. Unter Berücksichtigung der Übergangsfrist der VDE-AR-N-4120 können alle Speicher mit Inbetriebsetzung bis zum 31.12.2016 noch nach den TransmissionCode 2007 errichtet und betrieben werden, außerdem gelten die Technischen Anschlussbedingungen der E.DIS AG Werknorm „Technische Anschlussbedingungen, Allgemeine Anforderungen“ und Werknorm „Anschluss und Betrieb von Kundenanlagen an das Hochspannungsnetz“.



2.1 Gleichzeitigkeit der Einspeisung von Speichern und parallelen EZA

Werden Speicher und Erzeugungsanlagen an einem Netzanschlusspunkt (NAP) parallel betrieben, ist zu prüfen ob eine gleichzeitige Einspeisung des Speichers und der zusätzlichen Erzeugungsanlage (z.B. PV) möglich ist. Falls ja, sind beide Anlagen im Rahmen der netzplanerischen Bewertung zu berücksichtigen.

 

2.2 Nachweis der Erfüllung der technischen Anforderungen

2.2.1 Niederspannungsanschluss

Hier gilt der bereits genannte FNN-Hinweis „Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsnetz“.

2.2.2 Mittelspannungsanschluss

Für den Anschluss eines Speichers an das Mittelspannungsnetz ist mindestens ein Einheitenzertifikat des Speichers erforderlich. Geltende Richtlinien sind die BDEW-Richtlinien und die Technischen Richtlinien der Fördergesellschaft Windenergie und andere Erneuerbare Energien (FGW e.V.) TR3, TR4 und TR8. Darüber hinaus sind dem Netzbetreiber für dessen Netzanschlussprüfung der Gesamtanlage die elektrischen Eigenschaften am Netzanschlusspunkt durch ein Anlagenzertifikat nachzuweisen. Bis zu einer Anschlusswirkleistung der Anlage von maximal 1 MW und einer Länge von ≤ 2 km der Leitung vom Netzanschlusspunkt bis zum Standort der Gesamtanlage reicht ein Einheitenzertifikat aus. Zudem ist durch die Übergabe einer Konformitätserklärung zu bestätigen, dass der Speicher auch entsprechend dem Anlagenzertifikat und den Vorgaben des Netzbetreibers errichtet wurde. Wenn noch kein Einheitenzertifikat für die Wechselrichter des Speichers vorhanden ist, muss eine Prototypenbestätigung gemäß SDLWindV §6 vorliegen bzw. eine Bestätigung für die Erstellung eines Einheitenzertifikates von der zuständigen Zertifizierungsstelle.

2.2.3 Hochspannungsanschluss

Für den Anschluss eines Speichers an das Hochspannungsnetz ist immer ein Einheitenzertifikat und Anlagenzertifikat notwendig. Geltende Richtlinien sind der TransmissionCode TC 2007, VDE-AR-N-4120 und die Technischen Richtlinien der Fördergesellschaft Windenergie und andere Erneuerbare Energien (FGW e.V.) TR3, TR4 und TR8. Zudem ist durch die Übergabe einer Konformitätserklärung zu bestätigen, dass der Speicher auch entsprechend dem Anlagenzertifikat und den Vorgaben des Netzbetreibers errichtet wurde. Wenn noch kein Einheitenzertifikat für die Wechselrichter des Speichers vorhanden ist, muss eine Prototypenbestätigung gemäß SDLWindV § 6 vorliegen bzw. eine Bestätigung für die Erstellung eines Einheitenzertifikates von der zuständigen Zertifizierungsstelle.


Zusätzlich zu den oben beschriebenen Nachweisverfahren muss ein Nachweis der ordnungsgemäßen Funktion des Energieflussrichtungssensors (EnFluRi) erbracht werden. Die Hersteller müssen für die Sensoren des Speichersystems einen Funktionstest (Typprüfung) durchgeführt und dies mit einem typspezifischen Konformitätsnachweis bestätigt haben. Vor Inbetriebnahme des Speichersystems (des Sensors) muss ein Inbetriebnahme-Nachweis gemäß der Errichtungsanweisung des Herstellers durch den Anlagenerrichter erfolgen.

 

Warnung vor Erzeugungsanlagen an der Steckdose

Das Einstecken einer Erzeugungsanlage in die Steckdose ist nicht mit dem Einstecken eines elektrischen Verbrauchsgerätes zu vergleichen und nach der Sicherheitsnorm DIN VDE 0100-551 unzulässig. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des "Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V." - VDE insbesondere auch im VDE-Faktenpapier „Erzeugungsanlagen an der Steckdose“.

Für Anfragen zum Netzanschluss nutzen Sie bitte unser Kontaktformular.