In den vergangenen Jahren wurden in unserem Unternehmen umfangreiche Maßnahmen zum Schutz von Großvögeln durchgeführt. Dies trifft sowohl für den Neubau als auch für die Nachrüstung an bestehenden Anlagen zu.

Zur Verringerung des Gefahrenpotentials für Großvögel durch Freileitungen sind in einer internen Werknorm entsprechende Nachrüstungsmaßnahmen bzw. der Einsatz von ausgewählten Bauarten beim Neubau festgelegt. Als Schwerpunktgebiete werden hier die Vogelschutzgebiete, Vogelzug- und –rastplätze benannt. Eine vollständige Beseitigung des Gefahrenpotentials wird dort erreicht, wo Freileitungen durch Erdkabel ersetzt werden. Dafür sind jedoch eine Reihe wirtschaftlicher und technischer Voraussetzungen notwendig. Im Jahr 2010 wurden weit über 1.400 km Erdkabel in der Nähe bzw. in solchen Gebieten verlegt.

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Problem: Es besteht die Gefahr der Durchströmung bei Nieder- und Mittelspannungsfreileitungen.

Abhilfe: E.DIS trifft technische Schutzmaßnahmen wie Abdeckhauben, Isolierschläuche, Abweiser, Sitzstangen und Nisthilfen und betreibt eine intensive Zusammenarbeit mit NABU und Weißstorchbetreuern. Zusätzlich werden separate Masten für Horste kostenlos bereitgestellt.

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Problem: "Wohnungsnot" durch Abriss/Sanierung alter Gebäude (Scheunen, Kirchen u.ä.)

Abhilfe: Alte Freileitungs-Turmstationen werden durch Modernisierung der Netze oft nicht mehr benötigt, E.DIS stellt seit 1992 in enger Zusammenarbeit mit NABU und Umweltämtern geeignete Baukörper dem Artenschutz zur Verfügung.

Bis Ende 2010 wurden 412 Gebäude durch E.DIS hergerichtet und Umweltverbänden kostenlos übereignet. Allein im Jahr 2010 wurden zum Erhalt von Brutplätzen und Winterquartieren für geschützte Tierarten 16 Gebäude von nicht betriebsnotwendige Transformatorenstationen verbunden mit einer Spende an Naturschutzverbände und Artenschützer  für den Artenschutz übergeben.

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Problem: Besondere Anforderungen an Brutplatz, freier Anflug und weite Sicht sind in der Natur wegen forstwirtschaftlicher Pflege der Wälder immer seltener vorhanden.

Abhilfe: Hochspannungsmaste sind echte Alternative wie bereits 1937 beobachtet wurde. Sichere Energieversorgung und gefahrloses Brüten sind mit Nisthilfen statt Abweisern vereinbar.

Neben kostenloser Bereitstellung und Montage der Nisthilfen unterstützt E.DIS mit jährlich ca. 400 h die Beringung durch ehrenamtliche Artenschützer. Basis hierfür sind entsprechende Vereinbarungen mit den Landesumweltämtern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aus 2001 bzw. 2002. Die Beringung der Jungadler wird in Zusammenarbeit mit den Artenschutzbeauftragten durch ausgebildetes Personal der E.DIS AG durchgeführt.

Fischadler-Projekt Groß Schauen

Netzgebiet Nord
111 Nisthilfen

Netzgebiet West
77 Nisthilfen

Netzgebiet Ost
38 Nisthilfen

Netzgebiet Nord
58 Nisthilfen, 68 junge Fischadler beringt

Seit dem Sommer 2003 werden jährlich Nestlinge aus Brandenburg und anderen Ländern enthorstet und nach Andalusien zur Auswilderung verbracht. Die spanische Republik unternimmt große Anstrengungen um den Fischadler auf dem andalusischen Festland wieder anzusiedeln. So wurden im Jahr 2005 insgesamt drei Nestlinge aus dem Netzgebiet Ost und fünf Nestlinge aus dem Ruppiner Land, Netzgebiet West, und 2010 acht Nestlinge aus Mecklenburg-Vorpommern nach Andalusien verbracht.

Zum Erhalt bzw. zur Erweiterung der Population von besonders geschützten Vogelarten werden in enger Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden, Naturschutzverbänden und den Artenschutzbeauftragten jedes Jahr Nisthilfen bzw. Nistkästen bereitgestellt und an Energieanlagen aufgebaut bzw. im Zuge der Anlagensanierung erneuert.

Weitere Informationen über unser Engagement zum Schutz bedrohter Tierarten und ihrer Lebensräume entnehmen Sie bitte unsere Broschüre "Auf die vernünftige Art". Die Broschüre erhalten Sie kostenfrei in unseren Standorten.