Bernd Dubberstein übergibt Staffelstab an Dr. Alexander Montebaur


Nach langjähriger erfolgreicher Tätigkeit in der ostdeutschen Energiewirtschaft beendet der in Neustrelitz geborene Vorstandsvorsitzende des Energienetzbetreibers E.DIS AG Bernd Dubberstein zum Jahresende 2016 sein aktives Berufsleben. Zum 1. Januar 2017 übernimmt der jetzige E.DIS-Technikvorstand Dr. Alexander Montebaur zusätzlich den Vorstandsvorsitz des in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern tätigen Unternehmens.

Dubberstein war seit 1999 im Vorstand der E.DIS AG tätig, einem Tochterunternehmen von E.ON. Bis 2007 war der Diplom-Ingenieur Vertriebsvorstand des in Fürstenwalde/Spree beheimateten Energie-unternehmens. In dieser Zeit hat er maßgeblich dazu beigetragen, die damalige e.dis Energie Nord AG fit für den liberalisierten Strommarkt zu machen. Unter seiner Führung ist es gelungen, eine schlagkräftige Vertriebsorganisation aufzubauen, die sich im scharfen Wettbewerb mit zahlreichen neu entstandenen Stromlieferanten eindrucksvoll behaupten konnte. Mit großem Engagement formte er aus dem ehemaligen Monopolanbieter einen kundenorientierten Problemlöser, der seine Kunden mit wettbewerbsfähigen Produkten und gutem Service überzeugen konnte.

Dabei legte Dubberstein immer größten Wert auf eine gute regionale Vernetzung der E.DIS. Dies galt sowohl für die hunderte an E.DIS beteiligten Kommunen und Stadtwerke aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, als auch für die Landesregierungen und weiteren öffentlichen Körperschaften im Netzgebiet der E.DIS. Mit seinen langjährigen Erfahrungen in der Energiewirtschaft und seiner starken regionalen Verankerung war Dubberstein in Politik und Wirtschaft über all die Jahre hinweg ein geschätzter Gesprächspartner. Wichtig war ihm bei all seinen Entscheidungen immer, einen fairen Ausgleich zwischen den Interessen der Kunden, der Mitarbeiter und der Eigentümer des Unternehmens herbeizuführen.

Im Zusammenhang mit der stärkeren Internationalisierung des E.ON-Konzerns wurde Dubberstein 2007 zum Mitglied der Geschäftsleitung der E.ON Russia nach Moskau berufen, der damaligen E.ON-Kraftwerksgesellschaft in Russland. Seit 2008 war er dann Vorstandsvorsitzender der E.DIS AG. In diese Zeit fielen zahlreiche wichtige Projekte der Energieversorgung in den neuen Bundesländern. Beispielhaft erwähnt sei nur die Errichtung der neuen Energiezentralen des im Bau befindlichen Großflughafens BER in Schönefeld, wo sich E.DIS in einer europaweiten Ausschreibung gegen namhafte Konkurrenz durchsetzen konnte. Planmäßig nahmen die Anlagen 2011 den Komplettbetrieb auf und versorgen inzwischen sowohl die BER-Baustelle als auch den Bestandsflughafen zuverlässig mit Strom, Wärme sowie Kälte und sichern die Notstromversorgung.

Eine andere große Herausforderung stellte und stellt das Meistern der Energiewende im Netzgebiet der E.DIS dar. Im Jahr 2013 trennte sich E.DIS von ihren Strom- und Gasvertriebsaktivitäten und konzentrierte sich vollständig auf den Netzbetrieb und die damit zusammenhängenden Aufgaben, insbesondere der Integration von immer größeren Grünstrommengen aus dezentraler Erzeugung. Unter Dubbersteins Führung wurde dafür ein innovatives Netzkonzept entwickelt, das den Bau von neuen Netzverknüpfungspunkten zwischen der Höchst- und der Hochspannungs-ebene, oftmals verbunden mit der Zuführung von modernen Hoch-spannungskabelstrecken, vorsieht. Dubberstein hat so maßgeblichen Anteil daran, dass die E.DIS bereits seit 2015 mehr Grünstrom in ihr Netz aufnimmt als in ihrem gesamten Gebiet insgesamt pro Jahr an Strom verbraucht wird.

„Seit langer Zeit kenne ich Alexander Montebaur und in den zurückliegenden Wochen, seitdem er im E.DIS-Vorstand tätig ist, habe ich ihn noch mehr schätzen gelernt. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass E.DIS unter seiner Führung weiterhin eine gute Entwicklung nehmen und auch die künftig anstehenden Herausforderungen meistern wird“, betonte Dubberstein kurz vor seinem Ausscheiden. Er richtete seinen Dank noch einmal an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der gesamten E.DIS-Gruppe sowie an die zahlreichen Partner in den Kommunen, Landkreisen, Ämtern, Verwaltungen, Stadtwerken, Dienstleistern, Lieferanten, Kooperations-partnern und an die Landesregierungen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern für die langjährige gute Zusammenarbeit.

Ab dem 1. Januar 2017 wird Dr. Alexander Montebaur die Führung der E.DIS übernehmen, gemeinsam mit den beiden langjährigen E.DIS-Vorständen Manfred Paasch und Dr. Andreas Reichel.